„Gründung der Plattform für psychosoziale Gesundheit in Wien“
4. März 20010
Jeder vierte Mensch leidet einmal im Leben unter einer psychischen Störung.
Es kann jeden treffen!
Laut WHO wird vorrausichtlich 2020 eine psychosoziale Erkrankung am häufigsten zu einem Krankenstand führen, und muss daher schon frühzeitig, behandelt werden.
Die Gleichstellung von psychischer mit physischer Erkrankung ist ein Muss!
Fast 17.000 Aufnahmen werden an den psychiatrischen Abteilungen der Spitäler der Stadt Wien pro Jahr registriert, weitere 6.000 PatientInnen werden in den Sozialpsychiatrischen Ambulatorien der Psychosozialen Dienste ambulant betreut.
Wichtig ist bei stationären Aufenthalten und anschließender Entlassung eine übergreifende Nachversorgung sicherzustellen um keine Versorgungslücken entstehen zu lassen!
Viele Betroffene werden auch in vielen anderen Institutionen sehr gut betreut und behandelt. Psychosoziale Aspekte sind weitreichend zu finden. Beginnend im Kindergarten, Schule, Hort und Jugendlichen Betreuung sowie weiteren Bildungseinrichtungen und am Arbeitsplatz bis zum MitEinander im Gemeindebau und in der Familie!
Deshalb ist die Vernetzung ein Austausch von Erfahrungen sowie die Diskussion und Kommunikation zwischen allen Akteuren von großem WERT!
Psychisch erkrankte Menschen sind immer noch mit Stigmatisierung und Diskriminierung konfrontiert. Die Stadt Wien hat sich der Aufgabe verschrieben für die Gleichstellung einzutreten.
In diesem Licht stand auch der Tag der seelischen Gesundheit im Herbst 2009, der mit großem Erfolg im Festsaal des Wiener Rathauses begangen wurde. Tausende WienerInnen folgten der Einladung und informierten sich über die vielfältigsten Angebote für psychisch Erkrankte, deren Angehörige und Bezugspersonen in dieser Stadt.
Deshalb wird auch 2010 der „Tag der seelischen Gesundheit in Wien wieder stattfinden.
Ziele der psychosozialen Plattform sind:
Die wienweite Vernetzung von Einrichtungen und ExpertInnen, die in der Begleitung, Behandlung und Unterstützung von Menschen mit psychischen Erkrankungen/Behinderungen tätig sind.
Diese Initiative dient dem Erfahrungsaustausch und persönlichen Kontakt aller beteiligten Akteure und Akteurinnen, welche in diesem beruflichen Kontext tätig sind.
Es soll ein MitEinander in diesem wichtigen sozialpolitischen Bereich fördern.
Entstigmatisierung psychisch Erkrankter sowie der Thematik.
Effizienz bei der Behandlung, die richtige Behandlung schnell und lückenlos.
Moderne Behandlungsformen zu diskutieren
Förderung eines Trialog zwischen Selbsthilfegruppen und multiprofessionellem Team sowie den politischen Verantwortlichen
Prävention für psychosoziale Gesundheit
Gewährleistung eines altersgruppenspezifischen Angebots
Gemeinsam treiben viele Kooperationspartner die Öffentlichkeitsarbeit voran
Starke Lobby für psychosomatische Gesundheit
Verbesserung der stationären und ambulanten Zusammenarbeit
Einheitliche Angebotserhebung
Einbeziehung der Bundespolitk
Diese Ziele verstehen sich als Grundlage der Diskussion!
Organisatorisches:
Zusammentreffen sind zwei bis vier mal im Jahr Mit Schwerpunktthema zu den oben angführten Zielen unter Einbeziehung der Gesundheitspolitik geplant.